ARGUS Transdanubien

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Neuigkeiten in der Donaustadt

In der Donaustadt werden laufend Verbesserungen für RadfahrerInnen umgesetzt. Fotos in Druckqualität in unserer Fotogalerie

Planungen in der Donaustadt

Erste Wiener Radgarderobe in der Donaustadt!

Die "1. Wiener Radgarderobe" ist ein innovatives Projekt der agenda22>>Gruppe "Rad" zur Förderung dieser umweltfreundlichen Verkehrsart. Dieses originelle Rad-Aufbewahrungsangebot wird heuer zum zweiten Mal beim Stadlauer Kirtag zum Einsatz kommen und liefert damit einen wichtigen Beitrag zum europaweiten autofreien Tag 2008.

Was ist eine Radgarderobe?

Das Prinzip ist dasselbe wie bei einer herkömmlichen Garderobe z. B. im Theater. Nur wird anstelle des Mantels das Fahrrad abgegeben. Einfach Garderobeschein ausfüllen, Rad abgeben und unbeschwert den Kirtag genießen.

Das Fahrrad wird während des Aufenthalts am Kirtag, geschützt vor Wind und Wetter, Vandalismus und Diebstahl, in einer Halle verwahrt. Die Räder werden auf einer speziellen Konstruktion aufgehängt und gegen Abgabe des Garderobenscheins wieder ausgefolgt. Dieses Service ist kostenlos und wird durch die ehrenamtliche Tätigkeit der agenda22>>Gruppe Rad und dem Elite Tours Radteam ermöglicht.

Das Team der agenda22>>Gruppe Rad freut sich auch Ihr Rad in Verwahrung nehmen zu dürfen.

Wann: 19. - 21. September
Öffnungszeiten:
Freitag 15:00 - 22:00
Samstag: 10:00 - 22:00
Sonntag: 10:00 - 20:00
Wo: ASBÖ-Halle (Ecke Wiedgasse/Stadlauer Straße)

Mehr über die Radgarderobe und über die Agendagruppe Rad 22 können Sie auf folgender Seite erfahren: http://rad-donaustadt.la21wien.at

Mehrzweckstreifen Ziegelhofstraße - Kernfahrbahn

Der neue Mehrzweckstreifen in der Ziegelhofstraße verbindet die Radverkehrsanlagen am Rautenweg und in der Breitenleer Straße und erhöht die Qualität der übergeordneten Radroute Ziegelhofstraße erheblich.

Besonders hervorzuheben ist, dass hier eine Kernfahrbahn realisiert wurde. Das Konzept der Kernfahrbahn kommt ursprünglich aus den Niederlanden und bedeutet, dass die Fahrspuren für den motorisierten Verkehr schmäler als normal ausgelegt sind und nicht mit einer Mittellinie getrennt werden. Die Kernfahrbahn bietet Vorteile, wo ein konventioneller Mehrzweckstreifen wegen der zu geringen Straßenbreite nicht realisiert werden kann und die Verkehrsintensität nicht zu groß ist - beides Randbedingungen, die auf diesen Bereich der Ziegelhofstraße zutreffen.
Derzeit wird die Kernfahrbahn in der Schweiz ausführlich getestet. Laut Untersuchungen der Eidgenossen bewirkt die Kernfahrbahn eine geringere Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs und beim Überholen wird ein größerer Sicherheitsabstand zum Radfahrer eingehalten. Ohne Mittellinie müssen die Autofahrer mehr auf den Gegenverkehr achten und fahren vorsichtiger und langsamer. Außerdem bleiben sie beim Überholen nicht stur in ihrer Spur, sondern nützen auch wenn möglich beim Überholen die Gegenfahrbahn. Eine Einschränkung: außerorts wird die Kernfahrbahn wegen der höheren Geschwindigkeiten nicht empfohlen.

Straßenquerschnitt Ziegelhofstraße - Längsparkspuren 2 m, Mehrzweckstreifen 1,4 m und eine Kernfahrbahn mit 4,6 m. Die gesamte Fahrbahnbreite (ohne Parkspuren) beträgt 7,4 m.

Andere Beispiele von Wiener Straßen mit Mehrzweckstreifen ohne Mittellinie (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • 9. Liechtensteinstraße
  • 9. Lazarettgasse
  • 19. Hardtgasse

Mehr über die Kernfahrbahn können Sie auf folgender Seite erfahren: http://www.kernfahrbahn.ch

"Ohne Mittellinie sind Radfahrer sicherer" schreibt die schweizerische Zeitung "Tagi": http://www.kernfahrbahn.ch/tagi.html

Bike and Ride"-Anlage Essling erweitert

Heuer wurde die wichtige "Bike and Ride"-Anlage in Essling an der Ecke Kirschenallee/Esslinger Hauptstraße auf etwa 30 Bügel wieder erweitert.

Dadurch wird es noch mehr Bewohnern ermöglicht mit dem Rad zum Bus "26 A" zu fahren. Das besondere an der Umsetzung ist, dass die Realisierung durch eine unkonventionelle Lösung (anstelle der üblichen Radbügel wurden Baumbügel eingesetzt) ermöglicht wurde. Möglich wurde dies durch den gemeinsamen Einsatz der Agenda 22,der MA 42 sowie der Bezirksvorstehung.

Gerhard Gstöttner - Agendagruppe Rad>>22

Konfliktpunkt Radweg Anton-Sattler-Gasse/Donauplex entschärft

Anfang 2006 wurde der Radweg Anton-Sattler-Gasse beim Donauplex auf die andere Seite der U-Bahn verlegt.

Die zuständigen Stellen haben aber bei der Planung grundsätzliche Kenntnisse über die Bewegungsabläufe von Fußgängern und Radfahrern nicht berücksichtigt. Die Folge war, dass fast alle Fußgänger den Radweg in Längsrichtung benützt haben.
Das Ergebnis waren häufige Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Nur der Rücksicht der Radfahrer (wie deutlich auf den Bildern zu sehen ist) ist es zu verdanken, dass es nicht zu einem ernsten Unfall gekommen ist.

Die ARGUS hat sich mit Vehemenz für eine Problemlösung eingesetzt, ist aber zunächst bei den zuständigen Stellen auf taube Ohren gestoßen.
Trotz massiver Proteste zahlreicher Radfahrer und Unterstützung durch den Bürgerdienst wurde das Problem nicht gelöst. Es hat sich niemand gefunden, der bereit war den Umbau zu finanzieren und die damalige Bezirksvorstehung hat das Problem nicht mit ausreichendem Nachdruck verfolgt.

Erst als die neue Bezirksvorstehung mit BV Scheed und BVStv Taucher sich des Problems angenommen hat, ist Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Die Örtlichkeit wurde umgebaut und der Radweg verlegt. Jetzt gibt es genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer und der Konfliktpunkt ist entschärft worden.

Wir möchten uns bei der Bezirksvorstehung für Ihren Einsatz bedanken. Ebenfalls danken wir allen Radfahrern, die uns in dieser Angelegenheit unterstützt haben.

Fehler können bei der Radverkehrsplanung, so wie in jedem Bereich, immer passieren und es lassen sich die Konsequenzen anhand eines Plans nicht immer vorhersehen.
Generell ist es aber inakzeptabel, dass bei so offensichtlichen und großen Fehlern eine Behebung erst durch massiven Druck und nach zwei Jahren erfolgt. Hier sind laut ARGUS eine Änderung der Vorschriften und Abläufe und eine Finanzreserve unbedingt notwendig!

Bericht über die Fahrradstadt Malmö (Schweden)

Bericht über Lund (Schweden) - 40 % Fahrradanteil!

Unterführung für Hauptradroute Praterbrücke beim Handelskai

Dieser Bereich gehört eigentlich zum 2. Bezirk, da aber viele Donaustädter davon profitieren werden, finden wir die Verbesserung auf unsere Homepage ebenfalls erwähnenswert.

Im Zuge der U2-Verlängerung nach Aspern wurde die Unterführung unter den A23-Abfahrtsrampen funktionslos (hier fuhren früher die Autobusse 83 A und 84 A auf die Donaustadtbrücke).

Der Alltagsradler DI Thomas Madreiter (MA 18) hat den Donaustädter BVStV Mag. Josef Taucher darauf aufmerksam gemacht. Hr. Taucher hat sich an den Vorsitzenden des Gemeinderatsausschuss - Stadtentwicklung und Verkehr GR Karl Heinz Hora (2 Bezirk) gewandt. GR Hora hat sich - erfolgreich, wie heute zu sehen ist - für die Durchfahrtsmöglichkeit der Radfahrer eingesetzt.


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Für die Radler erlaubt die Unterführung eine bedeutende Verkürzung um 300 m und sie ersparen sich außerdem die Verkehrsampel bei der A23-Abfahrtsrampe. Am Bild ist die aktuelle Radroutenführung grün eingezeichnet. Der alte Umweg ist rot markiert. Bild von Google Earth.

In Summe eine erhebliche Attraktivierung der Hauptradroute Richtung Prater Hauptalle/3. Bezirk und ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was durch gute Ideen und eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung erreicht werden kann!

Die neue Route wurde schon von den Radfahrern und Fußgängern entdeckt. Während unseres kurzen Lokalaugenscheins am Samstag, den 3. November 2007 haben Dutzende Pedalritter und etliche Jogger die Abkürzung verwendet.
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Die Unterführung ist 10 m breit, somit sind die Sichtverhältnisse ausgezeichnet. Eine Beleuchtung ist schon eingerichtet, tagsüber ist es aber unserer Meinung nach in der Unterführung hell genug, um auch ohne Kunstlicht sicher durchfahren zu können.
Hier die Mündung der Unterführung Richtung Prater Hauptallee. Es fehlen nur die Radroutenschilder. Bei unserem Lokalaugenschein fuhren mehrere Radfahrer die alte Strecke und einer fragte mich sogar, ob man zu Rad durch die Unterführung fahren darf.
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In Wien werden bei Unterführungen oder Brücken die Radverbindungen oft sehr stiefmütterlich behandelt. Die Haarnadelkurven oder Schnecken machen es unmöglich den Schwung auszunützen und die gefahrene Stecke erhöht sich erheblich. Die Verantwortlichen sollten sich hier ein Beispiel nehmen wie es besser gemacht werden kann.

Traurig ist aber, dass gute Lösungen für Radfahrer oft nur als "Abfallprodukte" entstehen, ein anderes Beispiel dafür ist der Nordsteg (gelbe Brücke), der in erster Linie als Umfahrung für den Autoverkehr im Zuge der Nordbrückensanierung errichtet wurde. Für Maßnahmen nur für Radfahrer wird nie so viel Geld in die Hand genommen. Aktuelles Negativbeispiel ist die Nordbrückenverlängerung, wo zwar die Straße unter der Bahn durchgeführt wurde, der Radweg jedoch nicht.

Die Stadt Malmö in Schweden zeigt vor, wie es anders geht. Malmö ist genau so groß und hat genau so viele Einwohner wie Transdanubien. Dort stehen jedoch 140 Unterführungen und Brücken für Radfahrer und Fußgänger zur Verfügung. Dass Malmö ein Radverkehrsanteil von 30% hat, sollte niemanden überraschen!

Kennenlernen Donaustädter Bezirksvorsteher Norbert Scheed - ARGUS Transdanubien

Der Donaustädter Bezirksvorsteher Norbert Scheed ist jetzt ein Jahr im Amt und es war Zeit sich vorzustellen und über das Radfahren zu sprechen. Bei der Besprechung am 9. Oktober 2007 nahm auch Bezirksvorsteher Stellvertreter Mag. Josef Taucher teil.

Das Gespräch fand in einer entspannten Atmosphäre statt und verlief sehr konstruktiv.

Das Ziel der Besprechung war nicht, konkrete Zusagen zu bekommen, sondern sich gegenseitig kennenzulernen und Informationen und Vorstellungen auszutauschen. Wenn die Bezirksvorstehung sich für unsere Ideen gewinnen lässt, werden klarerweise zuerst die Fachdienststellen unsere Vorschläge technisch prüfen und die Finanzabteilung die Geldmittel einplanen müssen.

Von links nach Rechts: Hr. Felczak/ARGUS, BV Norbert Scheed, BVStV Mag. Josef Taucher

Die ARGUS hat angeführt, dass mehr Fahrräder weniger Autos bedeutet und davon profitieren - durch weniger Lärm und Abgase - die Umwelt und die Menschen. Gleichzeitig verbessert das Radfahren den Gesundheitszustand der Menschen, was der Gesellschaft medizinischen Kosten erspart.

Auch die Autofahrer haben etwas davon, weil ein Mensch am Rad - sowohl beim Fahren als auch beim Stehen - viel weniger Platz braucht als im Auto und somit Staus und Parkplatznot verringert werden können. Die Radförderung ist, verglichen mit dem Ausbau der Straßen für den motorisierten Verkehr, sehr kostengünstig. Wir sind der Meinung, dass die gleiche Summe Geld in Radförderung investiert - und die dadurch folgende Zunahme des Radverkehrs und der Verringerung des Autoverkehrs - mehr zur Beschleunigung des motorisierten Verkehrs beiträgt, als wenn dafür Straßen neu gebaut oder erweitert werden.

Gleich vorweg: wir meinen natürlich nicht, dass alle auf das Fahrrad umsteigen sollen - das wäre unrealistisch - das Steigerungspotenzial beträgt aber von den heutigen etwa 5% Radverkehrsanteil auf 10 bis 15%. Der Anteil des Budgetkuchens für den Radverkehr sollte ebenfalls diesen Zahlen entsprechen.

Die ARGUS hat - so wie wir es immer tun - konkrete und kostengünstige Verbesserungsvorschläge für den Radverkehr in der Donaustadt präsentiert. Die wichtigsten waren:

  • Radweg Sebaldgasse - wichtigster Lückenschluss im Bezirk - verbindet die Großfeldsiedlung mit den Radverkehrsanlagen in der Wagramer Straße
  • U2-Verlängerung und Bike+Ride - hier ist ein enormes Potenzial vorhanden. Alle neuen U2-Stationen liegen in Gebieten, in denen viel Rad gefahren wird und die restlichen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus & Bim) einiges zu wünschen übrig lassen. Radabstellanlagen und Radfahranlagen sind erfreulicherweise schon vorgesehen, jetzt geht es um eine möglichst optimale praktische Umsetzung.
  • Apernstraße/Contiweg: diese Route verbindet der westliche Teil der Siedlung Quadenstraße mit der zukünftigen U2-Station Aspern. Hier würde eine Radverkehrsanlage das Bike+Ride enorm fördern
  • Überprüfung der restlichen Einbahnen für den Radverkehr. In der Donaustadt sind 83 Einbahnen für den Radverkehr offen. Es gibt noch etwa 25 Einbahnen, die laut ARGUS den Richtlinien für das Radfahren gegen die Einbahn erfüllen
  • Sie können alle unsere Vorschläge in Detail nachlesen, dieselben Dokumente, die wir der Bezirksvorstehung vorgestellt haben, können Sie auf unsere Homepage downloaden: Downloads - Dokumente Donaustadt

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    Mehrzweckstreifen am Rautenweg Höhe Zinnienweg - sehr gut

    Beim Umbau des Rautenweges Höhe Zinnienweg wurde erfreulicherweise auch ein Mehrzweckstreifen miterrichtet. Der Fahrbahnquerschnitt entspricht den Richtlinien und durch die Tempo 40-Beschränkung wird auch relativ ruhig gefahren.
    Der Abschnitt hängt leider derzeit noch ziemlich "in der Luft" und ist daher von Radfahrern dementsprechend wenig befahren.
    Nichtsdestotrotz respektieren die Autofahrer die Markierung und bleiben innerhalb der Kernfahrbahn.

    Wir sind sehr zuversichtlich, dass beim nächsten Straßenumbau auf die Pedalritter nicht vergessen wird und die Radverkehrsanlage fortgesetzt wird. Wirklich attraktiv wird diese Route erst dann werden, wenn die Lücke ab der S2 geschlossen wird. Irgendwo muss aber angefangen werden, jede auch so lange Reise beginnt mit einem einzigen Schritt.

    Radweg auf der Breitenleer Straße Höhe Ziegelhofstraße - eine Katastrophe!

    Der Umbau der Breitenleer Straße zwischen der Ziegelhofstraße und "An der Neurisse" wird bald fertig sein. In diesem Bereich wird auch ein Radweg miterrichtet und die ARGUS machte einen Lokalaugenschein. Wir waren aber schockiert, der Radweg ist eine totale Katastrophe!

    Er verläuft neben parkende Autos und ist nur 1,5 m breit.
    Ein Sicherheitsstreifen fehlt gänzlich, beim Aufmachen der Autotür wird der halbe Radweg blockiert und die Autoinsassen müssen am Radweg aussteigen.
    Sie können nicht einmal den Radweg sofort verlassen - das verhindert sehr effektiv die Buschreihe zwischen Rad- und Gehweg - sondern müssen bis zur nächsten Ausfahrt gehen.
    Als ob es nicht genug wäre, bei den Baumscheiben schrumpft die Radwegbreite auf homöopatische Ausmaße!

    Die ARGUS war in den Planungen nicht eingebunden, sonst hätten wir Einspruch erhoben. Unverständlich ist aber, dass die Planungsfehler sonst niemanden anderen aufgefallen sind, es wurde gegen fast jede existierende Radverkehrsrichtlinie verstoßen!

    Dieser Radweg wird nicht nur die Konflikte zwischen Radfahrern und aussteigenden Autoinsassen eskalieren lassen, er ist auch extrem gefährlich, sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger!

    Die ARGUS sieht nur eine einzige Möglichkeit die Planungsfehler zumindest teilweise wieder gutzumachen, und dass ist den Platz, an dem die Buschreihe liegt, zu asphaltieren um genügend Platz für einen Sicherheitsstreifen neben den Autos zu bekommen und ein sofortiges Verlassen des Radweges zu ermöglichen.

    Wir wiederholen unsere Devise - die sich bei den zwei oben beschriebenen Radverkehrsanlagen traurigerweise bestens bewährt - besser ein guter Mehrzweckstreifen als ein schlechter Radweg.

    U1-Leopoldau: Autoraser demoliert Radständer

    Radweg Anton-Sattler-Gasse verparkt - Radfahrer geduldig - Polizei untätig

    Am 8. Juni 2007 um etwa 16:00 Uhr beobachtete die ARGUS in der Anton-Sattler-Gasse Höhe Steigenteschgasse zwei am Radweg illegal abgestellte LKWs, der Radweg war dadurch zu drei Viertel blockert.

    Dieser Radweg ist die meist befahrene Radverbindung im ganzen Bezirk und daher war es angemessen diese Tatsache beim Polizeikommissariat Wagramer Straße zu melden.

    Bei den illegal abgestellten LKWs fuhren ununterbrochen Radfahrer vorbei und wir waren überrascht, wie ruhig die Radfahrer auf die Behinderung reagierten.
    Auch viele Fußgänger nützen den Radweg als Abkürzung, sogar ein paar Nordic-Walkerinen fühlen sich besser am Radweg als am Gehsteig aufgehoben.

    Es ist Zeit sich vom Bild des Radfahrers als rücksichtsloser und intoleranter Rowdy zu verabschieden, diese Erfahrung zeigt genau das Gegenteil!

    Interessant wäre es gewesen zu beobachten wie Autofahrer in einer ähnlichen Situation reagiert hätten, ob sie auch so tolerant und geduldig gewesen wären.

    Nach 20 Minuten ist die Polizei immer noch nicht aufgetaucht obwohl das Polizeikommissariat nur etwa 250 m entfernt ist. Kein Wunder, dass die Radfahrer sich so wenig an die Gesetze halten wenn sie laufend vorgeführt bekommen wie die Autofahrer unbestraft gegen die Straßenvorschriften verstoßen können!

    21/22: Radroutenlücke Sebaldgasse - möglichst schnell schließen

    Durch die Fertigstellung der Radfahranlagen in der Wagramer Straße ist eine neue attraktive Radverbindung entstanden. Leider verhindert die Radroutenlücke Sebaldgasse die legale Weiterfahrt Richtung Großfeldsiedlung.

    Die Route ist in der Radwegeplanung der Stadt Wien als "vorrangig zu schließende Lücke" vorgemerkt. Dass sie gebraucht wird zeigen die vielen Radfahrer, die in der Sebaldgasse illegal am Gehsteig fahren.
    Nach der Einstellung der Straßenbahnlinie 25 gibt es auch genug Platz für einen Radweg und somit ist der Bau nur von der Finanzierung abhängig.

    Da es keine Alternativroute gibt, hat der Lückenschluss Sebaldgasse für uns höchste Priorität!

    Die Sebaldgasse liegt genau an der Grenze zwischen der Donaustadt und Floridsdorf. Somit sind beide Bezirke für dieses Gebiet zuständig, die Kompetenzteilung darf aber kein Hindernis für eine rasche Realisierung sein.

    Radabstellanlage bei der U1-Haltestelle Alte Donau vergrößert

    Die Fahrradbügel bei der U1-Haltestelle Alte Donau waren schon seit lange hoffnungslos überfüllt. Im Frühling 2007 wurde die Zahl auf 16 Bügel (32 Abstellplätze) verdoppelt.

    Neuer Radständer in Eßling bei der Bushaltestelle Telefonweg

    Für Bewohner, die außerhalb vom dicht verbauten Bezirkszentrum wohnen, sind die Wege zu den ÖV-Haltestellen oft sehr lang. Da ist das Fahrrad eine ausgezeichnete Möglichkeit um Zeit zu sparen. Es gibt aber nichts, was die Pedalritter mehr abschreckt und frustriert als Fahrraddiebstahl, und da ist das sichere Abstellen des Fahrrades von größter Bedeutung.

    Bei der Bushaltestelle Telefonweg in Eßling wurden jetzt auf der Nordseite erfreulicherweise zehn Fahrradbügel aufgestellt.

    Neuer Radständer: PADERA FBS von TCI

    Radwege Wagramer Straße anläßlich des U1-Baues errichtet

    Im Zuge der U1-Verlägerung wurden entlang der Wagramer Straße zwischen der Donaufelder Straße und der Sebaldgasse Einrichtungsradwege errichtet.

    Die Radwege sind sehr gut angelegt. Aufgrund der fehlenden Parkspur sind die Sichtverhältnisse ausgezeichnet und das Unfallrisiko minimiert.
    Zwischen dem Rennbahnweg und der Sebaldgasse wurde auf der Ostseite sogar ein Zweirichtungsradweg eingerichtet, um eine bequeme Zufahrtsmöglichkeit zu den Radständern bei der U1-Station Rennbahnweg zu ermöglichen.
    Am letzen Stück des Rennbahnweges vor der Wagramer Straße wurden Mehrzweckstreifen eingerichtet.
    Wie am Foto zu sehen ist bewirkt der Mehrzweckstreifen, dass die Radfahrer am Stau vorbeifahren und bei Grün sofort losfahren können. Die ARGUS hofft, dass ein Mehrzweckstreifen entlang des gesamten Rennbahnweges, sowohl in Richtung Bohmannhof als auch in Richtung Breitenlee, eingerichtet wird.
    Auch wenn ein Auto rechts abbiegen möchte, gibt es keine Probleme, da der auf dem Mehrzweckstreifen wartende Radfahrer "auf Motorhaubenhöhe" steht und somit im Blickfeld des Autofahrers ist. Wir möchten die Radfahrer jedoch darauf aufmerksam machen, dass rechts überholen nur bei einer stehenden Kolonne erlaubt ist und der Radfahrer aus Gründen der eigenen Sicherheit eine fahrende Kolonne nicht überholen sollte.

    Auch in der Donaufelder Straße wurde, ausgehend von der Wagramer Straße, im ersten Stück ein Mehrzweckstreifen angefangen.

    Laut einer ARGUS-Radfahrerbefragung fühlen sich etwa drei Viertel der Radfahrer auf einem Mehrzweckstreifen sicher und ein Viertel unsicher. Statistisch gesehen ist ein Mehrzweckstreifen sehr sicher, weil die Verkehrsteilnehmer einander im Blickfeld haben. Auf Radwegen passieren viele Unfälle bei Kreuzungen, wenn Radfahrer plötzlich hinter parkenden Fahrzeugen oder aus einer unerwarteten Richtung auftauchen. ARGUS-Meinung: besser ein guter Mehrzweckstreifen als ein schlechter Radweg.

    Im Abschnitt Wagramer Straße zwischen Kagraner Platz und Am langen Felde wurde aus Platzgründen ein Radfahrstreifen angelegt. So, wie der Streifen gestaltet ist, sind alle Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Bequemlichkeit erfüllt und die Beobachtungen der ARGUS haben auch keine Probleme aufgedeckt.
    In der Eipeldauerstraße wurde die rechte Spur zur Busspur, Radfahren auf der Busspur ist erlaubt. Das ist an dieser Stelle auch eine gute Lösung.
    Ein gravierendes Problem gibt es jedoch am Radweg Richtung stadteinwärts. Es handelt sich um die Ampel Eipeldauer Straße, die für die Radfahrer grundsätzlich auf Rot steht. Nach der Anmeldung muss der Radfahrer dann eine gesamte Ampelphase abwarten, bevor er grün bekommt, während die Autos auf der Wagramer Straße unbehindert weiterfahren. Hier wurden leider die Radfahrer benachteiligt und es ist daher zu befürchten, dass viele bei Rot über die Kreuzung fahren werden.

    Der Radweg in der Wagramer Straße wird derzeit ziemlich wenig benutzt, da er bei der Sebaldgasse plötzlich aufhört. Es wurde aber von den zuständigen Stellen in Aussicht gestellt, dass die Straßenbahnschienen im Frühjahr 2007 entfernt werden. Dann kann die Weiterführung des Radweges über die Sebaldgasse und die Kürschnerstraße angegangen werden.

    Für ältere Beiträge siehe Errungenschaften

    ARGUS Transdanubien Radständer-Bewertung

     


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    Andrzej Felczak, 16. September 2008