ARGUS Transdanubien

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Neuigkeiten in Floridsdorf

In Floridsdorf werden laufend Verbesserungen für RadfahrerInnen umgesetzt. Fotos in Druckqualität in unserer Fotogalerie

Planungen in Floridsdorf

Kundgebung gegen den Verkehrskollaps in Donaufeld

Aufgrund der stetig zunehmenden Verkehrsbelastungen ruft die Verkehrsinitiative Donaufeld wieder zu einer Kundgebung am Sa., 18. Oktober 2008, 10:00 Uhr in der Fultonstraße (von der Donaufelderstraße bis zur Nordmanngasse) auf.

Nachdem bereits vor mehr als einem Jahr auf viele unerledigte Probleme öffentlich aufmerksam gemacht wurde, fordert die Verkehrsinitiative Donaufeld einerseits erneut entschlossene Maßnahmen zur Unterbindung jeglichen Durchzugsverkehrs in Wohngebieten und einen sofortigen Baustopp bis zur Vorlage eines Verkehrskonzeptes für Donaufeld. Andererseits wird eine rasche Realisierung des geplanten Busses nach Mühlschüttel mit kurzen Intervallen, ein weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Erhaltung des Grünraums in Donaufeld gefordert!!

Nähere Information finden Sie auf: Verkehrsinitaitve Donaufeld.

Mehrzweckstreifen Richard-Neutra-Gasse

Im Jahr 2001 überprüfte die ARGUS die Richard-Neutra-Gasse und erstellte ein Konzept für einen Mehrzweckstreifen.

Gut Ding braucht Weile: im Sommer 2008 war es dann so weit, der Mehrzweckstreifen war eingerichtet. Unsere Angaben waren so präzise, dass die Realisierung genau nach unserem Konzept erfolgen konnte. Die Radverkehrsanlage ist sehr benutzerfreundlich und sicher. Wegen des großzügigen Straßenquerschnittes beträgt die Breite der Parkspur 3,0 m, was in diesem Gewerbegebiet mit vielen geparkten LKWs anders nicht zu verantworten wäre. Der Mehrzweckstreifen selbst ist 1,5 m breit und die Fahrbahnbreite beträgt 2,5 m.
Es wäre aber nicht Wien, wenn es nichts auszusetzen gäbe. Bei der Kreuzung mit der Siemensstraße wird der Mehrzweckstreifen nicht - wie es sinnvoll wäre - geradeaus geführt, sondern folgt der Rechtsabbiegespur. Der geradeaus fahrende Radfahrer ist mit einer unangenehmen Situation konfrontiert, weil er die Rechtsabbiegespur queren muss. Außerdem hätten rechtsabbiegende Radfahrer kein Problem, sich die Rechtsabbiegespur mit den Autos zu teilen, weil hier langsamer gefahren wird. Schließlich entstünde nicht die Gefahr, rechts überholende Radfahrer zu übersehen.

Scheffelstraße/Obere Alte Donau - Mündung Geh- und Radweg oft verparkt

Das Problem an dieser Stelle ist seit langem bekannt. Autofahrer verparken die Einmündung des Geh- und Radweges Scheffelstraße in die Obere Alte Donau. Ob aus Gedankenlosigkeit oder Rücksichtslosigkeit, lässt sich nicht eruieren. Die Folgen sind jedenfalls abenteuerliche Manöver der Radfahrer und - durch die so entstandenen extrem eingeengten Verhältnisse - Gefährdungspotenziale zwischen den schwächsten Verkehrsteilnehmern Radfahrer und Fußgänger.

Im Frühling 2008 wurde der Bereich umgestaltet, ein Zebrastreifen und eine Gehsteigvorziehung eingerichtet und die Parkplätze markiert. Wer an eine Lösung des Problems geglaubt hat, wurde enttäuscht. Obwohl die Situation jetzt markierungstechnisch glasklar war, haben manche Autofahrer weiterhin die Einmündung verstellt.

Die ARGUS hat den Sachverhalt (mit dem aussagekräftigen Foto oben) an die Bezirksvorstehung berichtet und innerhalb kürzester Zeit war ein sogenanntes "M" angebracht. Seit dem scheinen die Autofahrer endlich zu begreifen, und es wurde kein falsch geparktes Auto beobachtet.

Es stellt sich aber die Frage was für eine Verkehrsmoral herrscht, wenn die Autofahrer glauben, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer überall parken zu dürfen? Eine einzige Person erspart sich vielleicht einige Meter zu Fuß (die ihr sowieso gut tun würden), sie behindert oder gefährdet dafür etliche andere.

Eine generelle Lösung können wir leider nicht anbieten. Sollten Sie aber Ihren Frust etwas ablassen wollen, empfehlen wir "MyBikelane Vienna". Dort können Sie risikolos und anonym ihre Fotos von Falschparkern ins Internet stellen.

Österreichweiter Radkoordinator seit 1. Februar 2008 im Amt

Seit 1. Februar 2008 koordiniert Martin Eder im Lebensministerium / Abteilung Verkehr, Mobilität, Siedlungswesen und Lärm bundesweit die Forcierung des Radverkehrs. Das ist ein wichtiges Zeichen, dass der Radverkehr auch bundesweit an Bedeutung gewinnt. Siehe auch Beitrag auf der Homepage der Stadt Salzburg: Österreichweiter Radkoordinator

Bericht über die Fahrradstadt Malmö (Schweden)

Bericht über Lund (Schweden) - 40 % Fahrradanteil!

Erlebnisradweg "Dampfross & Drahtesel" von European Greenways Association ausgezeichnet

Im November 2007 wurde in Madrid "Dampfross & Drahtesel" von der European Greenways Association mit dem zweiten Preis bedacht. Diese Auszeichnung stellt einen der höchsten europäischen Preise für Innovation und Nachhaltigkeit im Bereich Tourismus dar.
Der Erlebnisradweg, der auch Teil des "Eurovelo 9" ist, führt auf der alten, von der Bahn nicht mehr genutzten Trasse, auf der 22 km langen Strecke von Stammersdorf (Floridsdorf) nach Auersthal. Der Radweg wurde im Jahr 2005 eröffnet. Eine Verlängerung nach Strasshof zum Eisenbahnmuseum und nach Deutsch Wagram ist im Jahr 2008 geplant.

Link Homepage "Dampfross & Drahtesel"

Link Beschreibung "Dampfross & Drahtesel" auf der Homepage der Stadt Wien

Plan Erlebnisradweg "Dampfross & Drahtesel" (pdf, 1 MB)

Besprechung Floridsdorfer Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner - ARGUS Transdanubien: eine Jahresbilanz und die nächsten Wünsche

Am 14. September 2007 fand die sich jährlich wiederholende Besprechung zwischen dem Floridsdorfer Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner und Hrn. Andrzej Felczak von ARGUS Transdanubien statt.

Diese Gespräche sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die ARGUS im Hintergrund für bessere Bedingungen für das Radfahren arbeitet. Es werden Mängel im Radverkehrsnetz und Probleme in Zusammenhang mit dem Radverkehr sachlich diskutiert und mögliche Lösungen besprochen.

Die ARGUS und Ing. Heinz Lehner arbeiten seit 1990 erfolgreich zusammen und es wurde Vieles erreicht. In Wien ist Floridsdorf hinsichtlich Radfahrfreundlichkeit an der Spitze und kann beispielsweise mit 107 Einbahnen aufwarten, bei denen Radfahren in die Gegenrichung erlaubt ist. Die Radverbindungen im 21. Bezirk weisen noch etliche Lücken und Unzulänglichkeiten auf, langsam kann man aber von einem im Großen und Ganzen brauchbaren Radverkehrsnetz sprechen. Fast alle Bezirksteile sind radverkehrsmäßig miteinander verbunden, obwohl die Qualität der Radverkehrsanlagen oft zu wünschen übrig lässt.

Die Nebenstraßen sind für das Radfahren meistens sehr gut geeignet. Verbesserungswürdig sind immer noch die meisten Hauptstraßen. Es müssen nicht selten Umwege in Kauf genommen werden, um stark befahrene Abschnitte ohne Radfahranlagen zu umfahren.

Im Jahr 2007 sind im 21. Bezirk einige Verbesserungen und Lückenschlüsse für den Radverkehr realisiert worden. Die wichtigsten sind:

  • Radfahranlagen und Fahrradständer im Zuge der U1-Verlängerung
  • durchgängige Radverbindung vom Nordsteg (gelbe Brücke) bis Großjedlersdorf im Zuge der Nordbrückenverlängerung
  • Mehrzweckstreifen in einem Abschnitt der Leopoldauer Straße
  • Unsere wichtigsten Wünsche haben wir bei der Besprechung selbstverständlich auch deponiert:

  • Lückenschluss Sebaldgasse - verbindet die Großfeldsiedlung mit den Radverkehrsanlagen in der Wagramer Straße
  • Weiterführung des Radweges Kürschnergasse
  • Lückenschluss Radwege Nordbrückenverlängerung mit der Radroute Ödenburger Straße
  • U6-Haltestelle Floridsdorf - mehr Radständer bei der Franklinstraße
  • Öffnung der Einbahnen Johann-Knoll-Gasse, Kerpengasse, Pfarrer-Matz-Gasse, Steinheilgasse und Wolsteingasse
  • Gesamtausbau des Mehrzweckstreifens in der Leopoldauer Straße
  • Unsere Vorschläge sollen von den zuständigen Behörden geprüft werden und wir werden über weitere Fortschritte berichten.

    Als Abschluss möchten wir den Appell vom Bezirksvorsteher Lehner an die Radfahrer weiterleiten, sich im Verkehr rücksichtsvoll zu verhalten, insbesondere gegenüber Fußgängern, und sich an die Verkehrsregeln zu halten.

    Sollten Sie Interesse an spezifischen Maßnahmen haben oder Wünsche deponieren wollen, laden wir Sie herzlich ein, Kontakt mit uns aufzunehmen.

    Verkehrsinitiative Donaufeld

    Informationen zur Verkehrsinitiative finden Sie auf: http://donaufeld.aktion21.at

    Radweg Anton-Sattler-Gasse verparkt - Radfahrer geduldig - Polizei untätig

    21/22: Radroutenlücke Sebaldgasse - möglichst schnell schließen

    U1-Haltestelle Großfeldsiedlung: Radfahranlagen fertig gestellt

    Als Abschluss der U1-Verlängerung wurden vor Kurzem die Oberfläche bei der Haltestelle Großfeldsiedlung fertig gestellt und gleichzeitig Radfahranlagen und Radabstellanlagen errichtet.

    Westlich der Kürschnergasse verläuft jetzt zwischen der Dopschstraße und der Oswald-Redlich-Gasse ein großzügig angelegter und hochwertiger Radweg.
    Durch die ausreichende Breite stört es auch nicht, wenn gelegentlich Fußgänger am Radweg gehen. Es gibt genug Platz für alle.

    Die ARGUS war in der gesamten Projektierungs- und Realisierungsphase eingebunden und unsere Anregungen wurden auch ernst genommen. Dementsprechend benutzerfreundlich sind auch die Anlagen.

    Zwischen Radabstellanlage und U-Bahn-Eingang empfiehlt die ARGUS eine Entfernung von nicht viel mehr als 50 m, was erfreulicherweise auch eingehalten wurde. Insgesamt wurden 91 "Wiener Bügel" oder 182 Fahrradabstellplätze bei den zwei U-Bahn-Eingängen aufgestellt.

    Wir schlugen vor den Weg in die verlängerte Dopschstraße als gemeinsamen Geh- und Radweg zu gestalten. Leider hörte man in diesem einen Fall nicht auf uns. Stattdessen wurden durch eine Bodenmarkierung getrennte Geh- und Radwege errichtet.

    Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme ist am Bild deutlich zu sehen. Wir fordern jedenfalls die Radfahrer auf nicht auf ihr Recht zu pochen, sondern Rücksicht auf die Fußgänger zu nehmen.

    Für die Zukunft empfehlen wir auf eine Trennung mittels Bodenmarkierungen zu verzichten. Wenn getrennte Geh- und Radwege als die bessere Lösung erscheinen, ist eine bauliche Trennung das in der Praxis einzig Sinnvolle.

    Neu gestaltet wurde nur der Bereich, der unmittelbar vom U-Bahn-Bau betroffen ist. Daher hängt der Radweg Kürschnergasse derzeit leider ziemlich in der Luft. Weder nach Norden noch nach Süden gibt es Anbindungen. Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese in beiden Richtungen zügig umzusetzen.

    Erst wenn eine durchgängige Radverbindung vorhanden ist, wird der Radverkehr sein volles Potential erreichen können!

    U1-Leopoldau: Autoraser demoliert Radständer

    Im Juli 2007 raste ein BMW in den Radständer Thayagasse Höhe U1-Haltestelle Leopoldau.

    Robert W., der kurz nach dem Unfall vorbeikam, machte Fotos. Er schildert den Vorfall folgendermaßen:

    "Der Unfall passierte am Sonntag, den 15. Juli 2007 ca. um 18:30. Eine Augenzeugin schilderte, dass ihr das Unfallauto mit einem Höllentempo entgegen gekommen sei. Sie sagte wörtlich: ""Der hatte ja ungefähr 150 drauf, und ich machte eine Notbremsung, dann kam der BMW gewaltig ins Schleudern und rasierte das Geländer"".

    Dass hier nicht mehr passiert ist, gleicht einem Wunder. Es waren zu diesem Zeitpunkt zum Glück keine Menschen an dieser Stelle unterwegs und nur wenige Fahrräder abgestellt.

    Ich war zu diesem Zeitpunkt mit meinem 6 jährigen Enkel vom Frohen Schaffen Weg zur U-Bahn Station Leopoldau mit unseren Rädern unterwegs. Als ich die Unfallstelle erreichte, kamen mir bereits aufgeregte Menschen entgegen, die Folgendes zugerufen haben: Achtung, Aufpassen, die Fahrbahn ist voller Glassplitter, Metallteile und Benzin.

    Dann bin ich vorsichtig vorbeigefahren und geschockt stehen geblieben und dann kamen ja bereits Rettung, Polizei und die Feuerwehr."

    ARGUS: Hier sieht man deutlich was ein Autofahrer mit der Masse und der Geschwindigkeit seines Fahrzeuges alles anstellen kann! Der Schutzengel muss Überstunden gemacht haben, es wurden glücklicherweise keine Passanten verletzt.

    Die Wucht des Aufpralls schleuderte auch Radständer- und Geländerteile auf die Treppe zum U-Bahn-Eingang. Man will sich kaum vorstellen was passieren hätte können, wenn jemand von einem herunterfallenden "Wiener Bügel" getroffen worden wäre. Ein Glück, dass zu diesem Zeitpunkt keine S- oder U-Bahn ankam.

    Uns als Radfahrervertreter wird oft gesagt, wie gefährlich die Radfahrer für die Fußgänger sind. Wir finden jeder Unfall ist einer zu viel und verurteilen gefährliches Verhalten auf das Schärfste. Es ist aber rein aus Gründen der Physik dem Radfahrer nicht möglich so viel anzustellen, wie es dem Autofahrer möglich ist. Ein Auto mit 1.000 kg und 50 km/h hat viel mehr Zerstörungskraft als ein Radfahrer mit 100 kg und 15 km/h.

    Wir meinen, dass mehr Radfahrer zu weniger Autos und somit insgesamt zu mehr Sicherheit für die Fußgänger führen. Voraussetzung sind natürlich geeignete Radfahranlagen, wo Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern minimiert werden.

    Die Fotos von diesem Unfall in Druckqualität in unserer Fotogalerie

    Radfahren gegen die Einbahn in Jedlesee

    Im Sommer 2007 wurde die Einbahn Christian-Bucher-Gasse zwischen der Anton-Störck-Gasse und der Jeneweingasse für den Radverkehr geöffnet.

    Außerdem dürfen die Radler auch in der gesamten Einbahn Bunsengasse in beiden Richtungen fahren.

    Geh- und Radweg Hasswellgasse asphaltiert

    Die Hasswellgasse verläuft fast parallel zur Strebersdorfer Straße aber bisher war sie unbefestigt und nur für Mountainbikefahrer interessant.

    Jetzt wurde die Gasse zwischen dem Marchfeldkanal und der Kreuzung mit der Strebersdorfer Straße asphaltiert, und somit (fast) eine Radverbindung zwischen Großjedlersdorf und Strebersdorf geschaffen. Fast, weil auf den letzten 250 Metern bis zum Tempo 30-Gebiet in Strebersdorf noch eine Radfahranlage fehlt.

    Ein Wermutstropfen ist, dass die neue Route um 200 Meter länger ist als der direkte Weg über die Strebersdorfer Straße. Wegen der Baumallee wäre aber eine Radverkehrsanlage dort mit unvertretbarem Aufwand oder dem Fällen von dutzenden Bäumen verbunden.

    Neuer Radständer: PADERA FBS von TCI

    Mehrzweckstreifen Leopoldauer Straße

    Im Frühling 2007 wurde die Leopoldauer Straße zwischen der B3 und der Steinheilgasse umgebaut. Vorher waren in diesem Bereich der Leopoldauer Straße zwei Fahrspuren in jeder Richtung vorhanden, was zu zahlreichen Fußgängerunfällen geführt hat. Insbesondere bei der Hawlicekgasse ist es öfters passiert, dass rücksichtslose Autofahrer das Überholverbot beim Zebrastreifen missachtet und schwere Unfälle verursacht haben. Zwei engagierte Bürger haben eine Unterschriftenaktion durchgeführt, um zusätzlichen Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben. Im Zuge einer Altlastsanierung wurde 2006/2007 die Leopoldauer Straße in diesem Bereich auf eine Fahrspur je Richtung rückgebaut. Für die Fußgänger hat sich die Situation jedenfalls erheblich verbessert und das begrüßen wir.

    Beim Umbau wurde erfreulicherweise auch ein langjähriger Wunsch der ARGUS nach einer Radverkehrsverbindung erfüllt und ein Mehrzweckstreifen errichtet. Im Mai 2007 hat ARGUS die neu gestaltete Straße evaluiert und das Verkehrsgeschehen beobachtet. Im Großen und Ganzen sind wir mit der Lösung zufrieden.
    Der Mehrzweckstreifen Nähe B3 und Nähe Steinheilgasse ist gut gelungen. Es gibt zwar ein paar Mittelinseln, wo die Fahrbahn schmäler wird, aber PKWs können auch dort mit etwas Rücksicht problemlos überholen. Zwischen den Mittelinseln ist für Busse und LKWs genug Abstand und Fahrbahnbreite, um ein gefahrloses Überholen zu erlauben.
    In der Kreuzung Leopoldauer Straße/B3 wurden für Radfahrer eine Geradeaus- und eine Rechtsabbiegespur errichtet. Radspuren, bei denen rechts davon eine Autospur vorhanden ist, sind zwar für Pedalritter etwas ungewohnt, laut Beobachtungen der ARGUS funktioniert das Zusammenspiel Rad-Auto aber erstaunlich gut. Der Autofahrer kann den Radfahrer gut einschätzen und sein Verhalten dementsprechend anpassen.
    Im Bereich Hawlicekgasse ist die Situation für die Radfahrer jedoch sehr unangenehm. Die Mittelinsel erstreckt sich auf einer Länge von 150 m und dort ist das Überholen durch Busse und LKWs gänzlich unmöglich. Bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 15 km/h braucht der Pedalritter über eine halbe Minute, um diesen Abschnitt zu passieren. Jeder, der das Verkehrsgeschehen kennt, weiß, wie nervenaufreibend dies sowohl für Kraftfahrer als auch für Radfahrer ist.
    PKWs können in diesem Bereich zwar überholen, die Sicherheitsabstände sind aber sehr knapp und erlauben keine Fehler.
    Es genügt, dass bei einem Überholvorgang ein unvorsichtiger Autofahrer die Tür aufmacht und der Unfall ist unvermeidlich.

    Optimal wäre es gewesen, die Bushaltestellen bei der Hawlicekgasse nebeneinander (und nicht versetzt) zu platzieren. Somit wäre der eingeengte Bereich auf knapp 50 m Länge verringert worden. Außerdem gäbe es im eingeengten Bereich fast keine Längsparker, womit die Gefahr durch Autotüren erheblich verringert wäre.

    Unabhängig davon scheinen ARGUS die Mittelinseln viel zu lang und zu breit geraten zu sein, den Platz hätte man sinnvoller auf der Straße verwenden können. Außerdem hätte man sich wahrscheinlich einiges an Geld erspart: gepflasterte Mittelinseln sind viel teurer als Asphalt!

    Die ARGUS wurde zu spät in die Planung eingebunden, zu dem Zeitpunkt war der Umbau in vollem Gange und Änderungen leider nicht mehr möglich.

    Eine nachträgliche Änderung wird vermutlich nicht mehr möglich sein. Leider wird der Mehrzweckstreifen von manchen (wahrscheinlich ungeübten) Radfahrern dadurch nicht angenommen, sie fahren weiterhin am Gehsteig!

    Es ist geplant, in der gesamten Länge der Freytaggasse / Leopoldauer Straße einen Mehrzweckstreifen einzurichten. Es wird aber wahrscheinlich einige Jahre dauern bis er gänzlich fertig ist. Der nächste Abschnitt (Freytaggasse zwischen Schloßhofer Straße und Angerer Straße) ist jetzt in Planung.

    Wir fordern die zuständigen Stellen auf, uns rechtzeitig in die Planung einzubinden, um Fehler in der Zukunft zu vermeiden!

    Radfahranlagen Nordbrückenverlängerung

    Die Nordbrückenverlängerung wurde im Herbst 2006 fertig gestellt, die begleitenden Radfahranlagen waren erst im Frühjahr 2007 durchgängig befahrbar.

    Wichtigste Neuerung ist der Lückenschluss von der Prager Straße bis zum SCN/Ignaz-Köck-Straße. Dadurch ist die erste bezirkszentrumsnahe Radverbindung zwischen dem Nordsteg und Großjedlersdorf und weiter nach Stammersdorf entstanden.

    Die errichteten Radverkehrsanlagen sind entsprechend dem neuesten Stand gebaut und sehr hochwertig. Die Qualität lässt keine Wünsche offen.
    Was aber fehlt sind die weiteren Anbindungen. Die sinnvolle Weiterführung des Radweges unter der Bahn, wie von ARGUS von Anfang an vehement gefordert, wurde nicht realisiert. Das Ergebnis ist eine Sackgasse für die Radfahrer, während die Autofahrer durchfahren können.
    Auch die Weiterführung Richtung Stammersdorf ist nicht durchgängig. Das Radroutenschild zeigt zwar den Weg. Wenn man ihm folgt, landet man aber über die Lokomotivstraße in der stark befahrenen Koloniestraße und muss ein Stück auf der Fahrbahn bis zur Unterführung fahren.

    Durch die Unterführung brausen die Autos mit hoher Geschwindigkeit. Wenn man weiter nach Stammersdorf will, muss man genau vor der Unterführung abbiegen und beide Fahrspuren queren. Das ist nichts für Familien mit Kleinkindern oder Radfahrer mit schwachen Nerven.

    Inoffiziell ist es aber möglich, auf dem unbefestigten und unebenen Weg sicher und direkt bis zur Unterführung zu fahren. Unterwegs muss man dann auch eine steile Abfahrt passieren. Kein Problem ist das für Mountainbiker. Aber jene, die von den neuen Radwegen am meisten profitieren würden, haben hier ihre Schwierigkeiten.
    Der Radweg zwischen der Lundenburger Gasse und der Koloniestraße ist eine ideale Radverbindung zur Donauinsel. Die Beschilderung und die Bodenmarkierungen bei der Koloniestraße sind aber immer noch nicht fertig.
    Es wurde sehr viel Geld für die Radfahranlagen bei der Nordbrückenverlängerung ausgegeben. So lange die Anbindungen fehlen, werden aber die Radfahrer nicht besonders häufig Gebrauch von den Radwegen machen!
    Die ARGUS hat noch einen kleinen Verbesserungsvorschlag: Im Zuge der Nordbrückenverlängerung wurde die Verbindung zwischen Jedlesee und Großjedlersdorf erheblich verbessert. Von der O'Brien-Gasse bei der Prager Straße Richtung SCN ist leider keine legale Durchfahrt möglich. Dazu reicht der Platz nicht aus. Die Radfahrer nützen aber diese Relation trotzdem ohne Probleme. Eine Absenkung würde die Durchfahrt erheblich komfortabler machen.

    Bike&Ride U1/S-Bahn Leopoldau: Benützung seit 1999 um 43% gestiegen

    Bei dem ÖV-Knoten Leopoldau sind jetzt insgesamt 244 Fahrabstellplätze vorhanden und sie werden auch fleißig verwendet. Im Herbst 2006, nach der Öffnung der U1-Verlängerung, zählte die ARGUS in Leopoldau im Durchschnitt insgesamt 149 abgestellte Fahrräder.

    Zwei Zählungen wurden durchgeführt. Am Dienstag den 19. September 2006 um 8:30 waren 153 Räder abgestellt und am Mittwoch den 25. Oktober um 14:30 waren 145 Räder abgestellt. Der Durchschnitt ergibt 149 abgestellte Fahrräder.

    U1/S-Bahn-Haltestelle Leopoldau Nordseite. Fahrräder, Fahrräder, so weit das Auge reicht...

    Zum Vergleich: eine im Herbst 1999 ebenfalls von der ARGUS durchgeführte Radzählung ergab 104 abgestellte Drahtesel. Zwischen 1999 und 2006 ist somit eine Steigerung von 43% zu verzeichnen!

    Bei der Planung der U1-Verlängerung hat die ARGUS den Bedarf an Radabstellplätzen geschätzt und die Stadtverwaltung hat unsere Empfehlungen sehr ernst genommen und in die Praxis umgesetzt. Es freut uns sehr, dass unsere Schätzungen sich als richtig erwiesen haben.

    In den letzen Jahren wurde viel in die Fahrradinfrastruktur investiert und die aktuellen Zahlen bestätigen die Richtigkeit dieser Entscheidung. Das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad erlangt langsam aber sicher einen nicht unerheblichen Anteil am Gesamtverkehr. Ein sehr guter Beweis dafür ist die Auslastung der Park&Ride-Anlage Leopoldau die in absoluten Zahlen nicht viel höher ist als die Auslastung der Bike&Ride-Anlage. Zitat ORF-Online Wien: "... als das Parken in der APCOA-Garage noch gratis war, parkten bis zu 400 Autofahrer in der Anlage. ... Seit 1. Oktober sind 2,70 Euro pro Tag zu bezahlen und damit ist die Zahl der Parker auf ganze 150 bis 200 Fahrzeuge gesunken.". Link auf ORF-Artikel: Kein Erfolg für Park&Ride-Anlage bei U1. Dass Radverkehrsförderung wirtschaftlich und effizient ist, zeigt der Vergleich: um den Preis eines einzigen Park&Ride-Garagenabstellplatzes können 200 (zweihundert) Radabstellplätze finanziert werden!

    U1/S-Bahn-Haltestelle Leopoldau Nordseite. Auch diese Radabstellanlage ist mehr als ausgelastet.
    U1/S-Bahn-Haltestelle Leopoldau Südseite. Hier sind die Fahrradbügel gut (aber nicht ganz voll) ausgenützt. Wenn die Menschen die Vorteile von Bike&Ride entdecken, kann sich das aber schnell ändern.

    Es wird noch einige Zeit vergehen, bis alle Menschen die Vorteile von Bike+Ride entdeckt haben und wir glauben, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Die Benützung kann aber auch durch den weiteren Ausbau der Radverkehrsanlagen gesteigert werden.

    Ein Radweg entlang der Seyringer Straße / Leopoldauer Straße würde das Bike&Ride Leopoldau für die vielen Menschen, die in Gerasdorf Zentrum wohnen, sehr attraktiv machen. Ein zweiter Wunsch wäre ein Radweg auf der Südseite der Nordbahn bis nach Süßenbrunn. In diesen Fällen ist aber die Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich erforderlich.

    Die Errichtung einer Überdachung bei einem Teil der Radständer würde das Radfahren auch bei Schlechtwetter fördern. Jeder, der sich schon einmal auf einen nassen Fahrradsattel gesetzt hat, kann das sehr gut verstehen.

    Die überdachte Radabstellanlage bei der U6-Floridsdorf/Franklinstraße ist ein ausgezeichnetes Vorbild. Wie am Foto zu sehen ist, wird die Anlage auch an Regentagen gerne benutzt.

    Eine kleine aber wichtige Komfortverbesserung wäre auch die Errichtung von Rampen bei den Radständern. Um zum Radständer zu gelangen, muss man derzeit entweder über den Randstein hüpfen oder auf der Straße absteigen und das Fahrrad über den Randstein heben.

    U1-Verlängerung Leopoldau: Radwege und Mehrzweckstreifen errichtet

    In Wien werden bei größeren Infrastrukturprojekten fast immer Radfahranlagen miterrichtet und das ist erfreulicherweise auch bei der U1-Leopoldau geschehen. Die ARGUS war bei den Planungen intensiv eingebunden und wir meinen, dass alles, was neu errichtet wurde, keine Wünsche mehr offen lässt. Die Radverkehrsplanung hat sich mittlerweile sehr weiterentwickelt und wenn die Randbedingungen es zulassen, erreichen die heutigen Radfahranlagen einen sehr hohen Standard.

    In der Schererstraße wurde entlang der U-Bahn-Station ein durchgängiger Radweg errichtet.

    Weiter Richtung Westen geht der Radweg in einen Geh- und Radweg über. Angesichts der geringen Fußgängerfrequenz in diesem Bereich ist diese Verkehrsorganisation hier genau richtig.

    In der Thayagasse wurde ein Mehrzweckstreifen errichtet. Somit ist die Zufahrt zu den Radabstellanlagen bestens möglich.
    Die neuen Radfahranlagen sind noch nicht besonders gut an das Wiener Radverkehrsnetz angebunden. Wir hoffen aber, dass sie als "Keimzelle" dienen werden und daraus neue "Sprossen" entstehen.

    ARGUS-Wunschliste in der Umgebung der U1-Leopoldau:

    • Mehrzweckstreifen in der Schererstraße (ab dem Ende des bestehenden Radweges) über die Felmayergasse und weiter in die Richard-Neutra-Gasse bis zur Siemensstraße
    • Mehrzweckstreifen in der Thayagasse bis zum bestehenden Radweg bei der Petritschgasse

    U1-Verlängerung: Beste Bedingungen für Bike+Ride

    Die Kombination von Radverkehr und leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsmitteln - Bike+Ride - ist eine umweltfreundliche, kostengünstige und schnelle Verkehrsart. Der Einzugsbereich vergrößert sich, im Vergleich mit den Fußgängern, von 500 m auf 1.500 m. Entsprechend erhöht sich das Potential der Fahrgäste für die U-Bahn. Im Zuge der U1-Verlängerung ergab sich die einmalige Chance gleich von Anfang an attraktive Bike+Ride-Anlagen zu errichten.

    Im Jahr 2004 untersuchte die ARGUS den Bedarf und die Ergebnisse wurden der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt. Kurz und ohne Einschränkungen - die Chance wurde genützt! Alle wesentlichen Forderungen der ARGUS wurden umgesetzt und bei allen fünf neuen U1-Stationen werden ausreichend große und bequem zu verwendende Radabstellanlagen stehen, teilweise wurden die Bügel bereits aufgestellt.

    Bei Bike+Ride ist die Sicherheit gegen Vandalismus besonders wichtig und es wurde auf gute Beleuchtung und Einsicht geachtet. Hier die Abstellanlage Rennbahnweg bei Nacht.

    Um Übeltäter abzuschrecken wurden die Radabstellanlagen so eingerichtet, dass Passanten den Radständer im Blickfeld haben.

    Die Radabstellanlagen bei den einzelnen U-Bahn-Stationen:

    • Kagraner Platz - 124 Radabstellplätze, sehr gut platziert
    • Rennbahnweg - 150 Radabstellplätze regengeschützt unter dem U-Bahn-Tragwerk und mit eigener Beleuchtung ausgestattet
    • Aderklaaer Straße - 88 Radabstellplätze, gleich aufgeteilt auf die beiden Eingänge und ganz nahe aufgestellt
    • Großfeldsiedlung - 130 Radabstellplätze
    • Leopoldau - schon vorher war die S-Bahn Leopoldau für viele Bike+Rider aus Gerasdorf sehr attraktiv, jetzt werden zu den bestehenden 50 Radabstellplätzen auf der Nordseite zusätzlich 80 sehr nahe zum U-Bahn-Eingang errichtet. Auf der Südseite kommen zu den bestehenden 8 noch 58 Abstellplätze unmittelbar vor dem Eingang und gleich neben dem Radweg dazu. Das macht insgesamt 196 Abstellplätze.
    U-Bahn Leopoldau. Die Radständer stehen unmittelbar gegenüber vom Eingang. Perfekt!
    U-Bahn Aderklaaer Straße. Auch hier wurden die Radständer sehr nahe beim Eingang aufgestellt. Optimal!

    Ein Radabstellplatz benötigt im Vergleich zu einem Autoabstellplatz nur ein Zehntel der Fläche und eine Radabstellanlage kann oft auf sonst nicht verwendbaren Restflächen aufgestellt werden. Die Errichtungskosten eines einzigen Garagenautoabstellplatzes betragen 20.000 Euro. Um dieselbe Summe können 200 (zweihundert) Radabstellplätze zu je 100 Euro finanziert werden! Da kann keiner sagen, dass Radförderung zu teuer ist.

    Um das Potential des Radverkehrs voll auszuschöpfen müssen in einigen Fällen noch die Zufahrtsmöglichkeiten zu den U-Bahn-Stationen attraktiver gestaltet werden und das wird die nächste Aufgabe sein. Die ARGUS wird auch hier Verbesserungsvorschläge an die Stadtverwaltung herantragen.

    Floridusgasse: Verkehrszählung ergibt 26 Prozent Radverkehrsanteil!

    Die Floridusgasse ist eine Nebenstraße in Floridsdorf in der Nähe der Alten Donau. Sie ist eine Einbahn, Radfahren ist in beiden Richtungen erlaubt. Auf einer Seite ist Schrägparken eingerichtet.

    Die Floridusgasse wird von Radfahrern sehr gerne verwendet. Wie gerne - das hat uns selbst aber enorm überrascht.

    Am 3. und 4. Juli 2006 führte die ARGUS in der Floridusgasse, Kreuzung Theodor-Körner-Gasse zwischen 5:00 und 20:00 Uhr eine Verkehrszählung durch. An diesem Montag und am Dienstag fuhren insgesamt 1.382 Autos und 486 Radfahrer durch. Das ergibt einen Radverkehrsanteil von sensationellen 26 %!

    Von den 486 Radfahrern sind 180, das sind 37 %, gegen die Einbahn gefahren.
    Diese Zahlen zeigen wie groß die Bedeutung des Radverkehrs ist und dass, wenn die Bedingungen förderlich sind, viele Menschen bereit sind dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel einzusetzen!

    Die Floridsdorfer Bezirksvorstehung hat sich immer für den Radverkehr eingesetzt und das Radfahren gegen die Einbahn in der Floridusgasse war eine explizite Vorgabe bei der Umorganisation im Jahr 2005. Wir können jetzt bestätigen, dass diese Maßnahme ganz richtig war.

    An diesen zwei Tagen wurden 11 direkte Begegnungen zwischen Autos und gegen die Einbahn fahrende Radfahrer beobachtet. Beide Seiten nahmen Rücksicht auf einander und es traten keinerlei Probleme auf.

    Den Radfahrern wird oft vorgeworfen, dass sie sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Dass die Autofahrer auch nicht besser sind hat sich bei der Verkehrszählung bestens gezeigt. In dem erwähntem Zeitraum sind nämlich auch zwei Autofahrer vorschriftswidrig gegen die Einbahn gefahren!

    Neue Radständer beim Schulschiff

    Keine Schule in Wien ist besser mit dem Rad zu erreichen als das Schulschiff. Leider sind dort die Radständer unbrauchbar. Die ARGUS arbeitet sein einigen Jahren daran, eine zeitgemäße Radabstellanlage zu bekommen. Die öffentliche Hand konnte leider nicht überzeugt werden diese Investition zu finanzieren.

    Der ARGUS ist es aber jetzt gelungen Hersteller zu finden, die ihre Radständermodelle Beta-Focus, Kappa und Lambda kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Die aufgestellten Radständer haben eine hohe Qualität und werden vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) empfohlen.

    Es wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Schüler können jetzt ihre Fahrräder sicher abstellen und gleichzeitig können die Hersteller ihre Modelle präsentieren.

    In Wien gibt es viele Schulen, Geschäfte, Arbeitsstätten und Wohnanlagen, die mit nicht mehr zeitgemäßen Radabstellanlagen ausgerüstet sind. Wir laden die Entscheidungsträger ein, sich die neuen Modelle anzuschauen und hoffentlich einzusetzen.

    Die Radständer sind seit Juli 2006 unmittelbar vor dem Haupteingang vom Schulschiff aufgestellt.

    Mehr über die Radständer beim Schulschiff können Sie auf folgender Seite erfahren: Radständer beim Schulschiff

    Radweg Wasserpark wieder befahrbar

    Im Winter wurden im Wasserpark verstorbene Schwäne gefunden, und es bestand Verdacht auf Vogelgrippe. Der Park, aber auch der Radweg, wurden auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die ARGUS urgierte beim Bürgerdienst und rechtzeitig zur Radsaison 2006 wurden die Absperrungen angepasst, sodass diese wichtige Radverbindung wieder genützt werden kann.

    Die Bilder zeigen, dass es sich auszahlt, auf Mißstände und Probleme hinzuweisen!

    Jedlesee - jetzt 101 Mal Radfahren gegen die Einbahn in Floridsdorf

    In Jedlesee in Floridsdorf wurden mehrere neue Einbahnen eingerichtet, um Schrägparkplätze zu schaffen. Erfreulicherweise ist hier nicht auf die Pedalritter vergessen worden, in allen neuen Einbahnen (Anton-Dengler-Gasse, Deublergasse, Gerstlgasse, Helmholtzgasse, Morsegasse, O'Brien-Gasse, Peter-Kaiser-Gasse, Schillgasse und Voltagasse) darf in beiden Richtungen legal geradelt werden.

    Das Radfahren gegen die Einbahn in der O'Brien-Gasse aus Richtung Prager Straße ist ein langjähriger Wunsch der ARGUS. Jetzt kann der aus der Koloniestraße kommende Radfahrer in das ruhige Jedlesee eintauchen.
    In Jedlesee sind die Bedingungen für das Radfahren sehr gut, dementsprechend viel wird das Fahrrad auch benützt. Auf dem Bild: Gerstlgasse, Kreuzung Anton-Dengler-Gasse.
    Die Deublergasse ist eine Parallelroute zur Prager Straße und daher sehr wichtig für den Radverkehr. Auf dem Bild: Deublergasse Kreuzung Anton-Störck-Gasse.

    In Jedlesee fehlt noch das Radfahren gegen die Einbahn in der Bunsengasse, Dunantgasse und Christian-Bucher-Gasse. Wir sind aber zuversichtlich, dass auch in diesen Gassen das Radfahren bald in beiden Richtungen erlaubt sein wird.

    In Floridsdorf ist Radfahren gegen die Einbahn somit in insgesamt 101 Straßenzügen erlaubt. Eine Liste ist auf unsere Homepage vorhanden: Einbahnliste Floridsdorf

    Radwege Prager Straße / Nordbrückenverlängerung

    Im Jahr 2006 wird die Prager Straße/Nordbrückenverlängerung mit den neuen begleitenden Radwegen fertiggestellt. Dadurch wird u.A. Jedlesee besser mit dem Bezirkszentrum und mit dem Einkaufsgebiet/Industriegebiet Ignaz-Köck-Straße verbunden.

    Es sind noch nicht alle Radwege fertiggestellt worden, der schon vorhandene Radweg in der Prager Straße wird aber von den Radfahrern fleißig verwendet.
    Da die verfügbare Breite nicht für getrennte Wege für Radfahrer und Fußgänger ausgereicht hat, wurde teilweise ein Geh- und Radweg errichtet. Wie zu sehen ist funktioniert das Zusammenleben problemlos.

    Ebenfalls beschlossene Sache ist ein Radweg von der Sinawastingasse über die Prager Straße und weiter in die Ignaz-Köck-Straße. Damit wird eine durchgängige Nord-Süd-Radverbindung vom Nordsteg quer durch Floridsdorf über Stammersdorf und weiter über den Europaradweg 9 nach Wolkersdorf, Mistelbach bis zur Tschechischen Grenze geschaffen.

    Baufehler beim Radweg Shuttlewortstraße

    Alle Jahre wieder passiert es, dass Licht- bzw. Ampelmasten auf Radwegen landen: der Unfug würde wahrschenlich den zuständigen Beamten eher auffallen, wenn an solchen Stellen keine Radwege, sondern bloß Radstreifen auf der Fahrbahn vorgesehen wären! Uns ist kein Fall bekannt, dass z.B. unmittelbar in eine Kfz-Rechtsabbiegespur unvermittelt ein Lichtmast hineingestellt wurde...

    In der Shuttleworthstrasse wurde bei der Errichtung der Rechtsabbiegespurs der Leuchtmast in den Radweg hineinversetzt.
    Trotz mehrmaliger Aufforderungen der ARGUS, den Leuchtmasten zu versetzen, ist diesbezüglich nichts geschehen. Um die Optik zu verbessern, wurde der Radweg um den Leuchtmasten herummarkiert. Die Engstelle ist trotzdem geblieben. Kein Wunder, dass es zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt!

    Übrigens: die Rechtsabbiegespur in der Shuttleworthstraße war ursprünglich NICHT vorgesehen, erst Berechnungen der MA 46, Verkehsbehörde hätten - wir meinen im vorauseilenden Gehorsam der "automobilen Gesellschaft" entsprechend - ergeben, dass dort eine Geradeaus-/Rechtsabbiegespur nicht genügen würde.

    Radfahren in Floridsdorf: Besprechung in der Bezirksvorstehung

    Am Mittwoch den 28. September 2005 fand eine Besprechung zum Thema Radfahren in der Bezirksvorstehung statt. Anwesend waren BV Lehner, BR Fitzbauer (Vorsitzender Verkehrskommission), Radwegekoordinator Hr. Blaha, Vertreter verschiedener Magistratsabteilungen, die bei Radfahrmaßnahmen mitwirken können, und Hr. Felczak von der ARGUS.

    Bei der Besprechung wurden Vorschläge und Ideen der ARGUS zum sichereren und bequemeren Radfahren im Bezirk präsentiert und diskutiert. Der Katalog war bunt gemischt, von Kleinigkeiten wie Absenkungen bis hin zu wichtigen Lückenschlüssen wie jene im Bereich der inneren Brünner Straße.

    Alle Vorschläge wurden an die MA 46 (Radverkehrsreferat) zwecks Prüfung und Planung weitergeleitet. Einige Maßnahmen sind leicht zu verwirklichen und kosten nicht viel, andere sind sehr umfangreich und erfordern eine lange Planungsphase und größere Geldmittel. Es werden höchstwahrscheinlich nicht alle unsere Wünsche realisiert werden. Erfahrungsgemäß wird aber einiges für die Radfahrer bewegt werden können. Bis alle Maßnahmen überprüft sind, werden einige Monate, wenn nicht sogar ein Jahr vergehen. Wir werden, so wie immer, über Verbesserungen im Bezirk regelmäßig berichten.

    Hier ist die Liste mit den Maßnahmen die wir vorgeschlagen haben. Dort wo Dokumente vorhanden sind, gibt es einen Link auf das pdf-File.

    Radfahranlagen

    Brünner Straße: Lückenschluss zwischen dem Schlingermarkt und der Kreuzung B3. Nachdem die Nordbrückenverlängerung erfolgt ist und die begleitenden Radfahranlagen errichtet sind, bleibt diese Strecke als wichtigster Lückenschluss im Bezirk. Durch die Nordbrückenverlängerung besteht auch die Hoffnung, dass der Verkehr so weit zurückgeht, dass ein Mehrzweckstreifen möglich wird.

    Angerer Straße: Einrichtung eines Mehrzweckstreifens. Die Radfahranlagen im Bezirkszentrum sind immer noch nicht ausreichend ausgebaut. Durch die Nordbrückenverlängerung sollte der Verkehr abnehmen und somit ein Mehrzweckstreifen möglich werden. Der Mehrzweckstreifen erfordert die Auflösung von einer der drei Fahrspuren in der Angerer Straße. Ein positiver Nebeneffekt wäre dann auch die Entschärfung des Zebrastreifens auf der Höhe der Fahrbachgasse. Jetzt muss der Fußgänger über zwei Fahrspuren hetzen und wie allgemein bekannt passiert es nicht selten, dass das Auto in der zweiten Spur nicht stehen bleibt...

    Leopoldauer Straße: Errrichtung eines Mehrzweckstreifens. Die Leopoldauer Straße ist teilweise vierspurig, teilweise nur zweispurig. Wenn die Straße so umgestaltet wird, dass durchgängig zwei Spuren übrig bleiben, kann auf der restlichen Fläche ein Mehrzweckstreifen eingerichtet werden. Außerdem gibt es einige Zebrastreifen die so wie in der Angerer Straße, entschärft gehören.

    Baumergasse: Lückenschluss zwischen der Thomagasse und der Trillergasse. Die Baumergasse stellt eine sehr bequeme Parallelroute zur Brünner Straße dar. Für eine durchgängige Radroute fehlt aber das letzte Stück bis zur Trillergasse.

    Brünner Straße / Carabelligasse. Lückenschluss bis zur Marco-Polo-Promenade. Viele Radfahrer aus Großjedlersdorf wollen bis zum Einkaufszentrum Marco-Polo-Promenade, aber die legale Route bedeutet ein Umweg von mehreren hundert Metern. Kein Wunder, dass viele die kürzere Strecke illegal auf dem Gehsteig neben der Brünner Straße fahren. Die ARGUS wünscht sich eine Verbreiterung des Gehsteiges und die Einrichtung eines Geh- und Radweges.
    Dokument:
    Brünner Straße/Carabelligasse

    Leopoldauer Platz, Kreuzung Novigasse. Der Radfahrer, der von der Großfeldstraße zur Novigasse fahren will, muss heute einen beträchtlichen Umweg in Kauf nehmen. Die ARGUS wünscht sich eine Abkürzung über den Grünstreifen auf der Höhe der Novigasse.
    Dokument: Leopoldauer Platz Kreuzung Novigasse

    Richard-Neutra-Gasse Bahnunterführung. Wenn der Radfahrer aus der Felmayergasse in die Unterführung einbiegen will, muss er heute ein abenteuerliches und gefährliches Manöver mit einer 180 Grad Kurve meistern. Die ARGUS wünscht sich eine bequeme Durchfahrtsmöglichkeit.
    Dokument: Richard-Neutra-Gasse Bahnunterführung

    Absenkungen und Durchfahrten. Im Bezirk gibt es etliche Stellen, an denen das Leben der Radfahrer durch eine Absenkung oder Durchfahrt leichter gemacht werden kann.
    Dokument: Absenkungen

    Autokaderstraße / Enzingergasse Auffahrt Brücke Marchfeldkanal. Der Radfahrer, der von der Autokaderstraße auf die Brücke über den Marchfeldkanal kommen will, muss die unangenehme und nicht ganz risikolose Auffahrt bewältigen. Eine Absenkung würde Abhilfe bringen.
    Dokument: Autokaderstraße

    Kormorangasse / Voltelinistraße. Ein paar Absenkungen und Durchfahrten würde das Leben für die Radfahrer erheblich vereinfachen.
    Dokument: Kormorangasse/Voltelinistraße

    Einbahnen

    Kerpengasse, Pfarrer-Matz-Gasse, Steinheilgasse. In diesen Einbahnen ist die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn sehr wichtig um Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen.
    Dokument: Kerpengasse, Pfarrer-Matz-Gasse, Steinheilgasse

    Wolsteingasse/Am Hubertusdamm. Die Wolsteingasse wird von Radfahrern sehr gerne befahren. Ein kurzes Stück Einbahn verhindert aber eine durchgängige Radroute.
    Dokument: Wolsteingasse/Am Hubertusdamm

    Jedleseer Einbahnen. In Jedlesee wird sehr gerne Rad gefahren. Radfahren gegen die Einbahn fehlt aber in einigen Gassen, in denen es problemlos möglich wäre.
    Dokument: Jedleseer Einbahnen

    Radabstellanlagen

    Franklinstrasse; Erweiterung der Radabstellanlage. Die Radabstellanlage wird sehr gerne verwendet, ist daher aber übervoll. Eine Erweiterung um 10-20 Bügel wäre eine sehr effiziente Investition um den Radverkehr zu fördern und gleichzeitig das "wilde Abstellen" der Fahrräder vor dem Bahnhof zu verringern.

    U6-Haltestelle Neue Donau: Beleuchtung des Radständers. Der Radständer ist schlecht beleuchtet, was die Vandalismusgefahr erhöht und für Frauen einen Unsicherheitsfaktor darstellt.

    Stammersdorf Endhaltestelle 31. Teilüberdachung Radabstellanlage. Die Radabstellanlage wird von sehr vielen Stammersdorfern in Anspruch genommen und wird auch im Winter gerne benützt. Eine Teilüberdachung würde die Attraktivität zusätzlich steigern.

    Strebersdorf Endhaltestelle 26. Radabstellanlage. Anzahl der Abstellplätze erhöhen.

    Brünner Straße/Lundenburgergasse. Radabstellanlage fehlt.

    Brünner Straße/Frauenstiftgasse. Radabstellanlage. Anzahl der Bügel von 4 auf 8 erhöhen

    Für ältere Beiträge siehe Errungenschaften

    ARGUS Transdanubien Radständer-Bewertung

     


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    Andrzej Felczak, 17. November 2008