Radfahr-ForumGesperrter Radweg Zentrum KagranEugen Mertens, 1220 Wien, 2003-05-13 Immer wieder wird in Worten groß von der Förderung des Radverkehrs in Wien getönt, nur bei den Taten hapert es sehr oft.
Doch anscheinend ist es wie ich schon öfters feststellte - die Radler sind ein geduldiges Völkchen, denen man auch bei geplanten Bauarbeiten allerlei zumuten kann, ohne dass sie sich groß aufregen und die sich schon irgendeinen Weg suchen werden (und sei es ein illegaler am Gehsteig)! Ich "freue" mich schon irrsinnig auf den bevorstehenden Beginn der Bauarbeiten an der Reichsbrücke, wenn diese Arbeiten genauso dilettantisch durchgeführt werden, kann ich das Radel für 2 Jahre vergessen, im Autoverkehr auf der Raserstrecke Wagramerstraße 2 x täglich die Donau zu queren werde ich mir und meinen Angehörigen sicher nicht zumuten! Eugen Mertens, 1220 Wien, 2003-05-21
Anmerkung ARGUS: der Radweg Zentrum Kagran ist für die Radfahrer, was die Wagramer Straße für die Autofahrer ist. Stellen Sie sich vor, Sie würden die Wagramer Straße sperren, ohne eine ordentliche Umfahrungsmöglichkeit anzubieten. Mehrzweckstreifen Jedleseer StraßeBeitrag aus der RaunzerzoneElmar Hauk, 1210 Wien, 2003-01-31 So begrüßenswert verkehrspolitische Maßnahmen wie Mehrzweckstreifen zweifellos sind, so trügerisch ist oft die Sicherheit, die dem Radler durch diese vorgegaukelt wird. Am Beispiel des Mehrzweckstreifens Jedleseer Straße möchte ich auf einige dort auftretende Gefahrenquellen hinweisen. Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zu meinem Arbeitsplatz und benütze dabei mehrere innerstädtische Radwege in Wien. Unter anderem befahre ich sehr oft den Mehrzweckstreifen in der Jedleseer Straße zwischen Voltagasse und der Zufahrt zum Nordsteg.
Die mürrischen, verschlafenen Gesichter der vorbeifahrenden Autolenker hinter den beschlagenen Scheiben an diesem nebligen, kalten Wintermorgen ließen ein unnachgiebiges Verhalten beim Einordnen lassen befürchten. Man fühlt sich beim Vorhandensein eines Mehrzweckstreifens als Autofahrer außerdem offenbar nicht mehr besonders verpflichtet, einen Radfahrer auf der eigenen Fahrspur zu dulden. Der Autobus muss an dieser Haltestelle übrigens längeren Aufenthalt gehabt haben, da der Fahrer intensiv mit der Lektüre seines Kleinformates beschäftigt war.
Als dann noch bei einem rechts von mir abgestellten Auto die Tür auf der Fahrerseite zum Radweg hin plötzlich aufgerissen wurde, begann ich fast die alten Zeiten zurückzusehnen, an denen Fahrräder und Autos gleichberechtigt die gute alte Fahrbahn benutzen durften und jeder auf den anderen möglichst gut aufpasste.
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